Blogparade - Seitan-Steak selbst gemacht




Hallo, meine Lieben!

Mareike von Zuckerschnee hat eine Blogparade mit dem Titel "Peinlich berührt - frisch gerührt" gestartet. Alle Informationen dazu findet ihr auf dieser Seite.
”Blogevent_peinlich_beruehrt”
Es geht darum, dass ein Gericht nach kocht, von dem man ein hässliches Foto gemacht und es auch noch hochgeladen hat! Ich finde die Idee total witzig! Ich habe schon so oft den Kopf geschüttet und mich gefragt, wieso ich solche hässliche Fotos gemacht und dann auch noch hoch geladen habe! Die Wahl viel mir echt schwer, weil ich so viele hässliche Fotos hochgeladen habe. Inzwischen sind sie zwar schöner aber zufrieden bin ich damit nicht wirklich. Eigentlich bin ich eher mit dem Anrichten unzufrieden. Wie bekommen das andere Kochblogger so schön hin?! Aber ich will ja nicht in Mitleid versinken. Ich habe mich für das Rezept von Seitan entschieden, weil ich das schon lange nicht gemacht habe.

Seitan ist ein Weizeneiweiß und hat eine fleischartige Konsistenz.Die Herstellung von Seitan ist simple aber etwas zeitaufwendig, wenn man mit Mehl arbeitet. Aber man kann auch fertiges Weizengluten kaufen, so dass dieser Schritt entfällt. Seitan-Steak echt günstig: 1 kg Mehl kosten ca. 35 Cent. Wenn man Bio-Mehl nimmt ist es natürlich mehr, aber es ist immer noch günstiger als normales Fleisch. Man muss Seitan sehr gut würzen, weil es ansonsten ziemlich langweilig schmeckt. Aber das ist ja bei Fleisch nicht anders. Seitan ist also eine leckere und günstige Alternative für Fleisch. Wenn kann daraus übrigens nicht nur Steak sondern auch Gyros, Wurst, Burger, Hackfleisch, etc. machen. Im Grunde alles, was mit mit Fleisch auch machen kann. Klingt nach einer verdammt guten Alternative, oder?
Wer keine Lust darauf hat, Seitan selbst herzustellen aber das gerne ausprobieren möchte, kann auch bereits fertiges Seitan kaufen.

Zuerst nimmt man 1 kg Mehl und ca. 650 ml und knetet daraus einen einfachen Teig. Diesen lässt man ca. eine halbe Stunde lang in Wasser liegen. Danach muss die Stärke ausgewaschen werden. Das kann wenige Minuten in Anspruch nehmen. Das Wasser wird bei diesem Vorgang milchig, weil die Stärke sich vom Gluten löst. Deshalb muss es immer wieder ausgetauscht werden. Die Konsistenz des Teiges wird sich verändern. Er wird auseinander fallen. Keine Angst, das soll auch so sein. Daraus bildet sich noch ein Klumpen. Dieser Vorgang muss so lange wiederholt werden, bis das Wasser zwar weiß, aber nicht mehr milchig ist. Passt auch darauf auf, dass ihr nicht zu lange knetet, weil das Endprodukt am Ende viel zu gummiartig werden kann. Wird der Vorgang nicht oft genug wiederholt, schmeckt das Ergebnis mehlig. Am besten man experimentiert selbst ein bisschen herum und finden die Konsistenz, die man am meisten mag. Am Ende erhaltet ihr ca. 250g reines Gluten.

Jetzt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten vorzugehen. Wenn ihr Seitan etwas weicher haben mögt, müsst ihr ihn einem Sud mit vielen (sehr vielen!) Gewürzen ca. 30 Minuten lang kochen. Wollt ihr, dass Seitan eine feste Konsistenz hat, müsst ihr ihn luftdischt verschließen und in Wasser kochen lassen. Diese Variante habe ich selbst noch nie ausprobiert. Ich koche Seitan immer direkt im gewürzten Sud. Dafür nehme ich Meistens Soja, Fleischgewürze, Pfeffer, Chilli, Soja, Salz, etc. Ihr könnt Seitan so würzen wie ihr wollt. Hauptsache, ihr benutzt viele Gewürze. Sonst schmeckt das Endergebnis nach nichts. Nachdem kochen lasse ich Seiten ein paar Minuten abkühlen. Dann brate ich es in Öl an und lösche es mit etwas Sojasoße ab. Dieses mal gab es Kartoffeln und Tzsaziki (ich habe dieses Rezept verwendet) als Beilage. Eigentlich wollte ich braune Soße dazu machen aber ich bin dann kläglich gescheitert :D



Das Foto sieht definitiv einladender aus als alte Original. Ich glaube, ich habe mich in den zwei Jahren verbessert. Aber zu meiner Verteidigung: Ich wollte damals nicht, dass irgendjemand mitbekommt, dass ich einen Blog habe, und habe die Fotos deshalb heimlich mit meiner Handykamera gemacht. Da konnten sie auch nicht gut werden! Jetzt lasse ich da mehr Zeit und springe in der Küche mit einer Kamera rum. Das lohnt sich, oder? Ich muss mich aber auf jeden Fall mit meiner Kamera beschäftigen (sie ist neu und ich kenne noch nicht alle Funktionen). Ein paar zusätzliche Lampen wären auch nicht schlecht. Und, und, und. Es kann noch besser werden ;)


1 Kommentar:

Schön, dass du da warst! Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Beitrag helfen konnten.
Für Tipps und Vorschläge sind wir offen. Also zöger nicht und sag uns deine Meinung! :)