Oma's Osterlamm vegan



Guten Abend. 

Dieses Rezept soll ein Beitrag zu der Blogparade No Eggs on Easter sein, die mich erst dazu inspiriert hat, es zu kreieren und auszuprobieren.

 Das Osterlamm hat bei uns in der Familie Tradition. Schon als Kind war es für mich immer ein Highlight, wenn unsere Oma am Osterwochenende die selbstgebackenen Lämmer vorbeibrachte.
Ich finde sowas viel schöner und persönlicher als irgendwelche gekauften Schoko-Ostereier, -Hasen usw., die man nach Ostern meist zu Überfluss zuhause rumliegen hat (Altbekanntes Problem zu diversen Festen...Die Verwandtschaft meint es immer zu gut :P).
Natürlich schmeckt das Lamm auch super lecker. Das Schönste an ihm ist aber wohl, dass sich da jemand Zeit genommen hat es zu backen, hübsch zu verzieren und liebevoll in einem Osterkörbchen zu platzieren.

Für die Blogparade hätte ich mir natürlich auch irgendwo anders - in einem Backbuch oder den unendlichen Weiten des Internets - ein veganes Osterrezept suchen und ausprobieren können.
Aber ich fand es spannender und persönlicher, Oma's Osterlamm nachzubacken.
Nun backt meine Oma aber natürlich nicht vegan (Wessen Oma tut das schon? ;-) ).
Also musste ich das Rezept veganisieren und so mein eigenes Lamm kreieren.
Zugegeben, bei den 5 Eiern, die ursprünglich in den Teig kommen, erst mal eine Herausforderung...
Ich habe mich entschieden, die Eier mit Apfelmus und etwas Sprudelwasser zu ersetzen.
Das Apfelmus hat keinen zu starken Eigengeschmack wie etwa Bananen.
Ein bisschen schmeckt man es schon raus, ich finde diesen Geschmack aber ziemlich lecker.
Das Sprudelwasser dient dazu, den Teig fluffig zu machen. Hat geklappt, finde ich.
Ich habe außerdem noch gemahlene Haselnüsse hinzugefügt. Sie harmonieren meiner Meinung nach sehr gut mit dem Apfelmus.

Fazit: Veganisierung geglückt: Ein leckeres Lamm ganz ohne Tierleid. Ostern kann kommen ;-) 


Zutaten:
Für ca. 2 Lämmer:

250g vegane, weiche Margarine (z.B. Deli Reform, Alsan, Sojola)
250g Mehl
150g weißer Zucker
50g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 gestrichene TL Backpulver
240g Apfelmus
50g gemahlene Haselnüsse
ca. 50-100ml Wasser (aufpassen, dass der Teig nicht zu flüssig wird!)


Verzierung:

Klassisch: Lamm mit schneeweißem Fell: Etwa 300g Puderzucker pro Lamm + einige EL heißes Wasser und/oder Zitronensaft

Minimalistisches Osterlamm: Puderzucker + Sieb

Schwarzes Schaf: Zartbitterkonfitüre + Schokostreusel/Schokoraspel  


Los gehts':

Butter und Zucker schaumig rühren. Apfelmus hinzugeben und zu einem glatten Teig verühren.
Mehl und Backpulver hineinsieben und unterrühren. Abschließend noch die Haselnüsse und etwas Sprudelwasser hinzufügen und alles gut vermengen. Ich habe etwa 100ml Sprudelwasser genommen. Der Teig war aber dann etwas dünn, sodass ich noch einen EL Mehl nachgeben musste. Also seid lieber erst mal sparsam mit dem Wasser ;-)
Den Backofen auf 180° Umluft vorheizen.
Die Formen mit Margarine einfetten und mit etwas Mehl bestäuben. Teig einfüllen und etwa 45 Minuten - 1 Stunde backen. Stechprobe machen.

Anschließend gut auskühlen lassen und vorsichtig(!) aus der Backform lösen.
Leider war ich unvorsichtig (vielleicht auch zu ungeduldig)...beim Herauslösen ist ein Lamm kopflos geworden :-( (Immerhin ein Vorwand um schon mal zu naschen :D)
Deshalb ein paar Tipps, wie es besser klappen sollte: Auf jeden Fall die Form gut einfetten und mit Mehl bestäuben! Außerdem am besten etwas länger backen lassen. Ich habe sie nach 45 Minuten rausgenommen, das war wohl etwas früh. Das nächste Mal werde ich sie 50-55 Minuten im Ofen lassen. Schließlich ganz wichtig: Lange auskühlen lassen! Am besten einige Stunden an einem kühlen Ort.
Naja, es kommt wahrscheinlich auch immer ein bisschen auf die Form an, die ihr verwendet. Außerdem: Übung macht den Meister! Es waren schließlich meine ersten Osterlämmer.


Nacktes Lamm, etwas empfindlich mit brüchigem Köpfchen ;-)

Aber nun zur Verzierung:

Klassisch: Lamm mit schneeweißem Fell

Für das Fell rührt ihr den Puderzucker mit heißem Wasser und/oder Zitronensaft an.
Zuckerguss auf dem Lamm verteilen und dann direkt mit Kokosraspeln bestreuen. Für das Auge könnt ihr einen Schokdrop oder eine Rosine auf den Zuckerguss kleben. Natürlich könnt ihr auch noch Auge und Näschen mit Zuckerschrift aufmalen. Ich habe darauf verzichtet, da ich keine Zuckerschrift zuhause hatte und es sich für das bisschen nicht gelohnt hätte, neue zu kaufen.

Optisch ist diese Variante echt schick, vor allem wenn ihr das Lamm verschenken wollt.

 Nicht perfekt geworden...

...aber doch irgendwie niedlich, oder? ;-)

Minimalistisches Osterlamm

Mir persönlich ist es mit dem Zuckerguss aber etwas süß, deshalb bevorzuge ich die schlichte Alternative: Einfach mit etwas Puderzucker bestreuen.

Schwarzes Schaf

Ihr könnt natürlich auch ein schwarzes Schaf erschaffen: Zartbitterkuvertüre schmelzen, auf dem Lamm verteilen und Schokostreusel oder -raspel darauf geben.


Mhh, das leckere Lamm in einer dicken Schicht aus Schokolade...ein Traum für Schokoladenliebhaber wie mich. Außerdem ist dieses Lamm ein echter Individualist unter seinen weißen Artgenossen. Da bekommt der Begriff "schwarzes Schaf" doch eine ganze neue Bedeutung...;-)





Viel Spaß beim Nachbacken und Verschenken!







1 Kommentar:

  1. Eine schöne Idee :-)
    So ein Osterlamm ist einfach eine tolle Tradition !

    Liebe Grüße und ein schönes Osterfest wünsche ich dir :-)

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