reduziert Leben: Minimalismus


Heute möchte ich mich mit dem Trend Minimalismus beschäftigen. Minimalistisch leben bedeutet, dass weniger mehr ist. Man ist frei, weil man nicht von den unnötigen Dingen erdrückt wird und sich um andere Dinge kümmern kann, die wichtiger sind.
Der Konsum wird eingeschränkt, man kauft überlegt und nachhaltig. Und man teilt seine Gegenstände mit anderen Menschen, um einen unnötigen Kauf zu verhindern.

Wenn man von Klamotten absieht, halte ich mich für minimalistisch. Ich mag es nicht, wenn sich Dinge, die ich benutze, mir den Platz wegnehmen. Ich habe kaum Dekorationen in meinem Zimmer, weil sie einfach nur dazu da sind, um Staub zu sammeln. Und auch beim Kauf von anderen Dingen überlege ich, ob ich sie tatsächlich brauche. (Was Klamotten angeht, habe ich schlicht und ergreifend NIE genug. Aber das belastet mich auch nicht. Ich fühle mich wohl, wenn ich eine relativ große Auswahl an Klamotten habe. Trotzdem habe ich meinen Konsum während und nach der Verzicht-Challenge eingeschränkt)

Ich bin es gewohnt, ein oder zwei mal im Jahr auszumisten und das, was ich nicht benötige, wegzuschmeißen / zu verkaufen. Aber mir ist wichtig, dass ich genügend besitze. Wenn eine Wohnung nur auf das Nötigste reduziert ist, ist es für mich zu...leer, nichts aussengend, gefühlskalt. Ich will eine Wohnung mit Persönlichkeit, mit einer Seele. Deshalb ich mein Bücherregal auch voll. Und es werden noch mehr Bücher und DVDs folgen. Ich will, dass wenn ich Besuch habe, sie sehen, wer ich bin und was mich ausmacht.

Nein, ich definiere mich nicht über materielle Dinge. Aber es wäre falsch zu behaupten, dass sie nichts über mich aussagen. Nehmen wir dazu ein ganz simples Beispiel: Kochbücher. Da ich ein paar vegetarische udn vegane Kochbücher im Schrank stehen habe, sage ich jedem, der sie sieht: 'hey, ich verzichte auf Fleisch' und "ich koche gerne". Das ist eine Aussage über mich und meine Persönlichkeit. Ich brauche Gegenstände nicht, um meine Persönlichkeit zu bilden, sondern um sie nach Außen zu zeigen.





Genau so ist es mit der Kleidung: Ich zeige etwas von meiner Persönlichkeit. Das hat jetzt etwas von Klischee-Denken. Aber die Vorurteile sind ja nicht aus der Luft gegriffen. Sie haben einen wahren Kern. Verschiedene Gruppen haben nun mal verschiedene Kleidungsstil. Es macht sagt einiges über mich aus, ob ich in einer Joggingshose oder in einem Gothic-Lolita-Kleid oder in einem Anzug oder in den neusten Trends herumlaufe. Ich mache eine kleine Aussage über mich und meine Persönlichkeit.

Und eben weil ich eine Persönlichkeit habe und diese auch zeigen möchte, kann ich mir ein Leben nur mit dem Nötigsten (wobei sich hier die Frage stellt, wann ein Gegenstand notwendig oder überflüssig ist) nicht vorstellen. Denn wenn ich ehrlich bin, brauche ich die Bücher und die DVDs nicht, die ich besitze, da ich sie schon mal gesehen habe. Und die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass ich sie noch mal in die Hand nehme. Aber ich möchte mich von ihnen nicht trennen. Da meine Sammlung auch relativ klein ist (5 DVDs, 4 CDs und ca. 40 Bücher), belastet sie mich nicht.
Aber ich weiß, dass zu viel Kram für mich nicht gut ist. Klamotten, Schuhe und Taschen sind davon aber ausgeschlossen ;)

Und wie ist es bei euch? Ist euer Leben auch leicht minimalistisch? 



Alex


Kommentare:

  1. Sehr interessante Gedanken zu einem Thema, das mich momentan auch sehr beschäftigt. Ich mache vor allem auf der Klamottenebene Gedanken darüber, da bin ich dir nämlich ziemlich ähnlich. Genug ist in dieser Beziehung ein Fremdwort für mich. Allerdings habe ich vor, meinen Konsum ganz langsam mehr und mehr zurück zu schrauben, denn ich gebe dir zwar recht, Klamotten verleihen meiner Persönlichkeit Ausdruck, aber viele Paar Sneakers brauche ich wirklich, um ihr Ausdruck zu verleihen?
    Liebst Julia

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  2. Ich wusste garnicht das es dazu einen Begriff gibt :D
    Ich würde mich allerdings nicht so beschreiben, aber vielleicht auch doch? Ich würde meinen ich bin mehr so ein Mittelding :D

    Liebe Grüße Sophie
    http://konfetti-katze.blogspot.de

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