Quinoa Salat mit gebratenem Gemüse



Kennt ihr Quinoa? Bestimmt habt ihr schon mal was von dem "Inkakorn" aus Südarmerika gehört, das besonders bei gesundheitsbewussten und fitnessbegeisterten Menschen seit einiger Zeit sehr beliebt ist. Optisch erinnern die Quinoa-Samen stark an Couscous oder Hirse. De facto handelt es sich aber nicht um ein Getreide. Quinoa zählt zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist verwandt mit Mangold, Roter Bete und Mangold. Aufgrund seiner getreideähnlichen Zusammensetzung wird es auch "Pseudogetreide" genannt, genau wie Amaranth.
In Südamerika gehört Quinoa bereits seit 6000 zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Es wächst auch auf nicht sehr fruchtbarem Boden, auf hohen Anbauflächen und bei Trockenheit und hohen Temperaturen. Zudem enthalten die Samen viele wertvolle Inhaltsstoffe: Es ist reich an hochwertigem Eiweiß und enthält essentielle Aminosäuren, auch Lysin. Das dürfte vor allem für Vegetarier und Veganer interessant sein, da Lysin ansonsten vorwiegend in Fisch und Fleisch vorkommt. Zudem enthält Quinoa viel Eisen, Magnesium, Kalzium und Ballaststoffe. Das in dem Korn enthaltene Öl enthält viele ungesättigte Fettsäuren, darunter auch Omega-3-Fettsäuren. Da es kein Gluten enthält, stellt Quinoa einen guten Getreideersatz für Menschen mit Zöliakie dar.

Aufgrund der wertvollen enthaltenen Nährstoffe ist Quinoa in den letzten Jahren auch bei uns immer beliebter geworden. Man findet es vor allem in Bioläden und Reformhäusern. 
Doch wie allen, die schon mal Quinoa gekauft haben, bekannt sein dürfte: Es hat einen stolzen Preis!
Die erhöhte Nachfrage in Nordamerika und Europa hat zu einem raschen Anstieg der Marktpreise geführt. Der Preis habe sich von 2006 bis 2013 sogar verdreifacht.
Das hat zur Folge, dass Bolivianer und Peruaner selbst nun kaum noch Quinoa leisten können und auf importierte, industriell verarbeitete Lebensmittel ausweichen, da diese günstiger zu haben sind. 

Auf diese negativen Folgen des Quinoa-Hypes bin ich bei der Recherche zu diesem Post gestoßen und war der Meinung, dass ich das hier auch anmerken sollte. Das heißt natürlich nicht, dass wir jetzt alle kein Quinoa mehr essen sollten. Aber statt der uneingeschränkten Begeisterung für dieses und andere "Wunderlebensmittel", sollte man das Ganze immer etwas differenzierter und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf die ganze Welthandel- und Welternährungsproblematik eingehen, da das eindeutig den Rahmen sprengen würde. Wenn euch das Thema interessiert, könntet ihr euch zum Beispiel diesen Artikel durchlesen.

Ansonsten: Zurück zum Rezept! Eine bunte Gemüsepfanne mit Quinoa und gehacktem Koriander - nicht sehr gesund, sondern auch noch super lecker (und vegan, vorausgesetzt natürlich mal lässt den Schafskäse weg). Und Quinoa muss man ja nicht jeden Tag essen - das würde ohnehin den Geldbeutel der meisten, normal verdienenden Menschen überfordern ;-)


Zutaten für ca. 2 Portionen:

150 Quinoa
1 rote Paprika
1/2 Zucchini
Eine Handvoll Champignons
1-2 Frühlingszwiebeln
2-3 Karotten
1/2 Bund Koriander
Gemüsebrühe (ich habe dieses Pulver verwendet)
Olivenöl
(Kräuter-)Salz, Pfeffer
Zitronensaft

                   Optional:
                              Cocktailtomaten
                     Schafskäse

Zubereitung:

Quinoa mit heißem Wasser waschen, damit die bittere Schicht abgeht. Zugegeben, dass war eine nervige Arbeit... Ich habe den Quinoa zuerst in eine Schüssel mit heißem Wasser gegeben, ihn etwas gerührt und kurz stehen gelassen. Dann über ein Sieb abgegossen und nochmal mit Wasser abgewaschen. Danach in ca. 350ml kochende Gemüsebrühe geben, 15 Minuten köcheln und danach nochmal 5 Minuten quellen lassen.
Währenddessen die Karotten schälen, in Scheiben schneiden und in einen weiteren Topf mit kochender Gemüsebrühe geben. ca. 10-15 Minuten köcheln lassen - ich kann hier keine genaue Zeitangabe machen, am besten probiert ihr einfach, ob die Karotten nach 10 Minuten schon weich genug sind.
Zucchini, Champignons, Paprika und Frühlingszwiebel waschen und klein schneiden.


In einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Gebt am besten zuerst die Paprika in die Pfanne, etwas später die Zucchini und nochmals ein paar Minuten später die Champignons und die Frühlingszwiebel.
Quinoa und Karotten, wenn sie fertig sind, jeweils über ein Sieb abgießen und etwas auskühlen lassen. Das Pfannengemüse vom Herd nehmen und ebenfalls etwas auskühlen lassen.
Den Koriander waschen, trockenschütteln. Dann die Stiele abschneiden und den restlichen Koriander fein hacken.



Am Ende einfach das Gemüse unter den Quinoa mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und noch einen Spritzer Zitronensaft zugeben. Den Koriander dazu geben und alles gut vermischen.

Wenn ihr mögt könnt ihr am Ende noch ein paar Cocktailtomaten und Schafskäsewürfel dazu geben.




Guten Appetit!














1 Kommentar:

  1. Das muss ich unbedingt nachkochen, sieht super lecker aus! Danke für den Tip :)

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