Blogparade: Lass das lieber! Dinge, die ein Blogger nicht tun sollte

Hallo, meine Lieben!
Ich nehme mit diesen Beitrag an der Blogparade von Blogartig teil. Heute dreht sich alles um No-Gos beim Bloggen. Welche Fehler lässt man durch gehen, welche gehen gar nicht? Wie kann man sie vermeiden? Oder es gibt es am Ende gar keine Fehler, weil jeder Blogger verschiedene Ansprüche und Anforderungen hat?
Ich muss zugeben, es war schwer etwas zu finden, weil die meisten Fehler doch menschlich sind oder einfach nur mit meinem Geschmack zu tun haben.
Ich versuche, so objektiv wie möglich zu bleiben. Denn was nützt es euch, wenn ich schreibe, dass die Farbe lila oder orange nichts in einem Blog zu suchen hat, weil sie mir nicht gefällt? Richtig, nichts. Es ist meine Meinung und die müsst ihr nicht teilen.
Aber fangen wir mal vor vorne an.

Fehler, bei denen man ruhig mal ein Auge zudrücken kann, sind wohl eindeutig Rechtschreib- und Grammatikfehler. Auch wenn ich ein Programm benutze, das mir meine Fehler zeigt, schleicht sich hier und da doch noch ein Fehler ein. Aber sie sind selten und stören nicht den Lesefluß.
Wenn jedoch in jedem Satz mindestens ein Fehler drin ist oder der Blogger nicht weiß, was ein Komma ist, ist es nicht verzeihlich und auch ein Grund für mich, oben rechts auf das rote x zu klicken. Wieso? Weil ich dadurch das Gefühl habe, dass der Blogger sind überhaupt keine Mühe gibt und den Text innerhalb von 5 Minuten herunter geschrieben hat. Wow, so viel Aufwand für die Leser? Da hätte er das gleich lassen können.
Hier gilt also: Die Menge macht das Gift. 




"Nur das Genie beherrscht das Chaos!" denken sich wohl manche Blogger, die gar kein System in ihrem Blog haben. Nun, ich bin kein Genie, deshalb bleibe ich auch keine Minute länger auf dem Blog. Auf jeden Fall ist es eine gute Methode für die Elite unter sich zu bleiben.
So, jetzt mal ernsthaft: ein Blog muss übersichtlich sein. Ich will auf dem ersten Blick wissen, in welche Richtung der Blog thematisch geht. Essen, Mode, Make-Up, Bücher? Und auch die Beiträge selbst sollten gleich aufgebaut sein. Das bedeutet, dass der Blogger nicht zwischen verschiedenen Schirftarten und -farben wechseln soll. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Beiträge ähnlich lang sind. Da lohnt es sich dann, längere Beiträge aufzuteilen und kürzere Beiträge zusammen zu fassen. Außerdem finde ich seltsam, wenn mal ein Beitrag 43413241534134 Fotos enthält und der nächste nur mit Text beladen ist. Die Beiträge sollen also ähnlich aufgebaut sein, damit es auch nach einem Blog und nicht nach wild zusammen gewürfelten Beiträgen aussieht. 
Ein roter Faden sollte auch erkennbar sein. Ansonsten sieht es aus, als ob der Blogger einfach nur darüber bloggt, was ihm gerade in den Sinn gekommen ist. Das ist an sich nichts schlechtes, solange es nicht nach "ich habe kein Plan, worüber ich schreiben soll, aber der letze Eintrag ist schon viel zu lange her". Versteht ihr, was ich meine? Ich bin schon über einige Einträge gestolpert, bei denen ich das Gefühl hatte, dass irgendetwas besser ist als gar nichts. Nö, nee, nein, überhaupt nicht. Wer nichts zu sagen hat, sollte schweigen! Und mal ganz ehrlich: Es gibt immer was zu sagen, deshalb wundern mich Beiträge, die hingeklatscht aussehen...Aber das hängt ja auch stark mit dem eigenem Geschmack und den Anforderungen zusammen. Deshalb werde ich keine Beispiele dafür nennen.

Und jetzt kommen wir zu dem ultimativem No-Go!


Ich erzähle euch mal eine Geschichte. Eines Tages bin ich auf einem Plus-Size-Blog gelandet, obwohl mich weder Mode noch Plus-Size interessiert. Ich bin ja eher das Gegenteil davon. Ein Großteil der Kommentare war à la "übergewichtige Menschen können ALLES tragen".
Ja, natürlich können sie das. Aber es kann eben auch verdammt scheiße aussehen. Ich habe das nicht so hingeschrieben wie jetzt. Das fand ich unangebracht, weil es übergewichtige Menschen gibt, die unter ihrem Gewicht leiden und ständig fiesen Sprüchen ausgesetzt sind. Ich wollte sie auf keinen Fall verletzen.
Also schrieb ich in einem neutralen und netten Ton, dass man nicht alles anziehen sollte, weil manche Klamotten ziemlich unvorteilhaft sind. Mein Beispiel war eine gestreife Strumpfhose, die bei stark übergewichtigen Menschen unvorteilhaft aussieht, weil dadurch die Beine kurvig, schief und generell seltsam aussehen.
Aber ich sagte auch, dass dünne, untergewichtige Menschen nicht alles tragen können. Ich würde ja so hässlich aussehen, wenn ich in Leggings und langen Tops oder in der Mode der 50ger rumlaufen würde!
Ich habe also gesagt, dass dicke und dünne Menschen hässlich gekleidet sein können. Ich habe niemanden beleidigt.
Und natürlich kann jeder das tragen, was er will, aber wenn etwas seltsam oder hässlich aussieht, muss die Person eben mit Blicken oder Kommentaren, die unter anderem auch hinter ihrem Rücken gemacht werden, rechnen. Und jetzt tut mal nicht so scheinheilig: JEDER von uns hat irgendwann mal gedacht "so würde ich das Haus aber nicht verlassen"! Das hängt selbstverständlich auch mit verschiedenen Geschmäckern zusammen. Man muss darüber stehen können und auch akzeptieren, dass andere Menschen meine Meinung und meinen Geschmack nicht teilen.
Ich rechtfertige damit keine Beleidigungen oder fiese Sprüche. Sie sind natürlich alles andere als in Ordnung. Aber so etwas sollte man sich nicht zu Herzen nehmen! Immerhin darf sich das jeder irgendwann mal anhören.




Zurück zum Thema: Mein Kommentar wurde gelöscht. Ich war sprachlos. Immerhin habe ich mir viel Mühe gegeben und niemanden angegriffen. Offensichtlich fand der Blogger meine Meinung so scheiße, dass er sie nicht stehen lassen konnte. Meinungsfreiheit galt auf seinem Blog folglich nicht. Ich hatte das Gefühl, dass der Blogger nur Bestätigung gesucht hat und abweichende Ansichten überhaupt nicht akzeptieren konnte.
Besonders witzig fand ich, dass Toleranz eine wichtige Rolle auf dem Blog gespielt hat. Jeder sollte so akzeptiert werden wie er ist. Und dann das? Keine Toleranz für mein Kommentar? Hallo, Doppelmoral, schön dich wieder zu sehen!
Ich gebe zu, ich teile nicht immer die Meinung von Menschen, die in meinem Blog kommentieren. Manchmal schüttele ich den Kopf, weil ich mich Frage, wie man so eine Meinung nur haben kann. Aber dann spreche ich die Person darauf an! Ich bin für Diskussion und nicht für Zensur. 
Wenn man nicht mit Kritik umgehen kann, sollte man auch keinen Blog führen. Es ist nun mal logisch, dass auch der eine andere kommentieren wird, der die eigene Meinung nicht unterstützt.
Auch unter den bekannten online-Persönlichkeiten gibt es viele solcher Beispiele. Und es gibt viele Leser, die keine mehr sind, weil der die Person ein Scheinbild erstellt, das nicht der Realität entspricht. Ich möchte aber keine Beispiele nennen und die Person gezielt runter machen. Ich möchte überhaupt keine Person runter machen. Ich sage einfach nur, dass die Zensur und nicht die Person, die zensiert, blöd ist. Deshalb reicht auch meine Geschichte als Beispiel.

Und weil es so schön ist, kommen wir zu dem zweiten Fehler, der niemanden passieren sollte: Beleidigungen! Das geht gar nicht. Weder im echten Leben noch im Internet. Man kann zwar eine Tat kritisieren, aber deshalb sollte man eine Person nicht beleidigen. Das bringt nichts. Stattdessen sollte man sagen, wieso man etwas nicht okay findet und Tipps geben.
Und wenn man beleidigt wird, sollte man darüber stehen und die Menschen, die so etwas nötig haben, bemitleiden. Ich fühle mich auch gut, ohne andere Menschen runter zu machen. Oder man kontert so stark, dass die Person einen kein zweites mal beleidigt.


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Was regt euch bei Bloggern am meisten auf und was sollte auf jeden Fall beim Bloggen vermieden werden?



Kommentare:

  1. Eines vorweg: Ein sehr interessanter Post. Besonderes gefallen hat mir deine Ehrlichkeit bezüglich der Geschichte des Plus-Size Blogs. Zum Einen teile ich deine Meinung, dass nicht alles an jedem gut aussieht und zum Anderen finde ich es daneben, konstruktive Kritik zu löschen. Meiner Meinung nach braucht man dann gar nicht bloggen sondern sollte sich erstmal hinsetzen und an seiner Kritikfähigkeit arbeiten.

    Dieses Phänomen beobachte ich aber häufiger - oft weist man nett auf die von dir ebenfalls angesprochenen Rechtschreib- und Grammatikfehler hin und wird dann schroff mit den Worten "Spiel nicht Lehrerin" abgewiesen. Wer die Erfahrung einmal gemacht hat, drückt dann beim nächsten Mal direkt auf Tab schließen.

    Was mir so gar nicht gefällt? Zu den von dir genannten Punkten käme da noch hinzu, dass viele das Urheberrecht nicht beachten. Ich habe da aktuell zwar ein Positivbeispiel, bei dem ich eine Bloggerin informiert habe, welche sich umgehend bei mir gemeldet hat und um Rat gebeten hat. Oft sehe ich aber auch Bilder aus Tumblr oder Pinterest nach dem Motto: Oh, wenn das da gepostet wurde, darf ich das benutzen. Man könnte jetzt darüber streiten ob das deutsche Urheberrecht zu streng ist und mehr in Richtung "Fair use" wie in den USA gehen sollte, Fakt bleibt jedoch, dass viele einfach los bloggen und sich nicht mit der Thematik auseinander setzen - viele sind da leider auch beratungsresistent. Ich habe vor meinem eigenen Blog mit mehreren zusammen gebloggt und darauf hingewiesen, da hieß es erst nur man sei ja nicht doof, hätte sich informiert und das könne man einfach so machen - andere würden das ja auch so handhaben.

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    1. oh ja, stimmt, das regt mich auch immer wieder auf. Ich schlage ja auch nicht einen Menschen mit der Begründungen 'andere machen das doch auch'? Nur weil jemand einen Fehler macht, muss man ihn noch lange nicht selber machen!
      Ich bin mir sicher, dass nur eine Minderheit von den Leuten, die Fotos klauen, damit einverstanden sind, dass ihre eigenen Fotos geklaut und benutzt werden.
      Für diejenigen, die die Rechte an den Werken haben, ist das eine richtige Goldquelle. Und ich bin mir sicher, dass früher oder später ein Brief im Postfach von diesen Leuten landen wird. Immerhin schützt Unwissenheit ja nicht!

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  2. Bei zu vielen Rechtschreibfehlern klicke ich auch jedes Mal weg. Jeder kann sich mal vertippen oder ein Komma vergessen, aber wenn ich manche Blogposts sehe, frage ich mich, ob die Blogger den Text überhaupt ein zweites Mal lesen bevor sie ihn online stellen.
    Eigentlich kann ich dir bei allem voll zustimmen, nur bei der Einheitlichkeit der Posts habe ich eine andere Meinung. Ich zum Beispiel schreibe auf meinem Blog gerne über verschiedene Themen und zu manchen habe ich mehr zu sagen, zu manchen eher weniger. Deshalb ist die Länge und die Anzahl der Fotos auch nie gleich, was ich allerdings auch bei anderen Blogs nicht weiter störend finde.

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  3. super post! besonders der abschnitt bei dem es um deine meinungsäußerungen geht. find ich super, wenn man nicht "hatet", sondern einen gut gemeinten rat schreibt und nicht irgendwas hinheuchelt oder so.
    aber na gut, wenn sie sich halt irgendwie doch beleidigt gefühlt hat, dann soll sie den kommentar halt löschen, manche leute können eben nicht mit kritik.

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  4. Toller Post =) Zum Thema Modediskussion auf Plussize-Blogs hab ich ja auch vor hundert Jahren mal was geschrieben... Schriftartenwechsel macht mich ja total wahnsinnig. Da bist du so in einem Lesefluß drin und auf einmal zack! Schriftwechsel... grässlich sowas >.< Dasselbe gilt für Schriftfarben, die sich nicht gut vom Hintergrund absetzen, Pink auf Rosa oder Hellgrau auf Schwarz, usw. =/

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    1. ich erinnere mich an den artikel! Sehr gut geschrieben, das trifft es auf den Punkt :)

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  5. Wir freuen uns über deinen Beitrag.
    Vielen Dank und liebste Grüße

    blogARTig

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  6. Sehr informativer und schöne Beitrag, alle Deine Aussagen kann ich so unterschreiben :) Vor allem die Kritikunfähigkeit mancher Blogger stört mich oft :(
    Liebe Grüße,
    Missi von Himmelsblau

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  7. Ein schöner Beitrag, ich stimme dir zu! Um Rechtschreibfehler zu vermeiden, lese ich meine Beiträge gefühlte 100 mal durch, bevor ich sie veröffentliche. Da ich auch selbst sehr kritisch bin und von zu vielen Tippfehlern auf anderen Blogs schnell abgeschreckt werde. Das kann natürlich immer mal wieder vorkommen, wirkt aber dann schnell so, als würde man sich beim Schreiben keine Mühe geben.

    Die Sache mit deinem Kommentar finde ich auch nicht so doll. Vor allem, wenn du dir Mühe gegeben hast und sachlich geblieben bist. Wahrscheinlich kam der Kommentar anders an, als er gemeint war.

    Liebe Grüße
    Miss Annie
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    PS: >Hier< kannst du ein tolles Pflegeset von Weleda gewinnen! Würde mich sehr freuen, wenn du vorbeischaust :-)

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  8. Hab deinen Post gelesen und finde es interessant. Ich bin mit fast allem einverstanden, aber beim Punkt mit dem Chaos bin ich zwiegespalten. Einerseits mag ich auch keine Blogs die über alles schreiben (vor allem wenn man sieht, dass sie wenig zu fast allen Themen zu sagen haben). Andererseits bin ich der Meinung, dass jetzt nicht jeder Beitrag gleichlang sein muss.
    Und das mit dem Kommentieren ist mir auch passiert...es war ein Mode- oder Beautyblog, alle Kommentare waren positiv und meins negativ (also keine Beleidigung, hab einfach geschrieben, dass meiner Meinung nach das Outfit ihr nicht schmeichelt. Auf einem Blog wurde das Kommentar gar nicht freigeschaltet, auf dem anderen wurde ich dann angegriffen...Na ja...so ein Blog würde ich nicht mehr lesen)

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  9. Total toller Post und total gut geschrieben. Wenn ich ehrlich mit ist ein langer Text manchmal ein Grund für mich auf das x zu drücken :p Aber deiner hat mich total interessiert und ich hab ihn gerne gelesen (:

    Lieben Gruß, Lisa ♥

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  10. Salut Alex, ich stimme dir in allen Punkten zu! ;) Ehrlich gemeinte Ratschläge sind doch meistens sowieso viel besser, oder!? Konstruktive Kritik ist immer am besten - ich würde mir auch mehr davon auf meinem blog wünschen, anstatt ständiger Zustimmung etc ... ;)

    Liebe Grüße, Anni

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