Tipps, um die Lebensmittelverschwendung zu verhindern!



Wie ihr wahrscheinlich schon wisst, wohne ich seit ein paar Monaten nicht mehr bei meinen Eltern, sondern 300 km von ihnen entfernt. Das einzige, was ich daran überhaupt nicht mag ist, dass man kleine Portionen kochen muss. Weil ich es gewohnt bin, für mindestens 4 Personen zu kochen, ist es eine Herausforderung für mich. Vor allem beim einkaufen. Ein Wocheneinkauf ist nicht mehr möglich, weil ich das Gemüse und Obst nicht aufessen kann, bevor es schlecht wird. Nachdem ein paar Tomaten, Äpfel, Zucchini, etc. im Mülleimer gelandet sind, habe ich den Schlussstrich gezogen und gehe jetzt so gut wie täglich einkaufen.

Tipp 1: Wenn möglich, geh jeden Tag einkaufen und kaufe das, was du an dem und dem darauf folgendem Tag essen möchtest!

Und damit du nicht in Versuchung kommst, unnötige Lebensmittel zu kaufen, empfehle ich dir einen Einkaufszettel zu machen. Überlege dir zu Hause, was du kochen willst. Schau nach, was von den Zutaten du bereits hast und kaufe die fehlenden!

Tipp 2:  Ein Einkaufszettel bewahrt dich vor Fehlkäufen!

Tipp 3: Behalte immer den Überblick über die Lebensmittel, die du hast!

Weil es trotzdem sein kann, dass trotz des Einkaufsplanes Lebensmittel übrig bleiben, solltest du sie am nächsten Tag verwerten. Wenn du zum Beispiel für ein Rezept nur eine halbe Zucchini brauchst, wäre es also sinnvoll, am nächsten Tag ebenfalls etwas mit Zuchini zu machen. Um nicht die Übersicht zu verlieren, empfehle ich einen Wochenplan. Ja, klar, er nimmt einem die Spontanität. Aber man muss sich ja auch nicht 100% daran halten. Wenn du auf eine Pilzsuppe mehr Lust als auf eine Tomatensuppe hast, kannst du immer noch eine Pilzsuppe machen. Hauptsache du verlierst nicht den Überblick über die Lebensmittel, die du zu Hause stehen hast!

Tipp 4: Wenn möglich erstelle einen Wochenplan.

Sonntag ist mein persönlicher Resteverwertung-Tag. Optimal dafür finde ich Pizza, weil man einfach alles darauf machen kann! Zucchini, Kartoffeln, Pilze, Mais, etc. Wenn es mir mal danach ist, tut es auch ein Salat aus Gemüse oder Obst. Das sind meine Klassiker.
Wenn viel Obst übrig ist, empfehle ich Kompott zu machen. Natürlich nur dann, wenn ihr das auch trinkt. Ansonsten könntet ihr auch einen Kuchen oder Muffins machen. Wenn Kuchen oder ähnlichen hart geworden ist, kann man daraus Cake pops machen.
Es gibt für alle Reste eine Verwertungsmöglichkeit! Man muss einfach seiner Kreativität freien Lauf lassen. Oder man googelt.
Auf Nudeln möchte ich an dieser Stelle noch mal kurz eingehen: Wenn sie einen Tag im Kühlschrank stehen, finde ich sie nicht mehr appetitlich. Deshalb brate ich sie immer ordentlich in Öl an und schmecke sie mit etwas Tomatensoße und Pfeffer ab. Tada! Schon schmecken sie 100 mal besser. Und schnell gemacht ist das auch noch!:)

Tipp 5: Zaubere aus übrig gebliebenen Lebensmittel leckere Gerichte!

Wenn man jedoch so viele Reste hat, das man sie gar nicht aufbrauchen kann, sollte man sie einfrieren. Ich mache das meistens mit Lebensmitteln, die ich bereits verarbeitet habe. Wie zum Beispiel bei Pilzen und Soja Wings. Wenn ich sie mal brauche, muss ich sie nur noch raus holen und braten. Das hilft nicht nur das lange haltbar zu machen, sondern ermöglicht mir damit auch schneller zu kochen.
Wenn ihr zu viel gekocht habt, könnt ihr selbstverständlich auch das einfrieren. Es wäre viel zu schade, wenn die Lebensmittel und eure Zeit einfach so weggeschmissen wird, oder?
Ansonsten greife ich gerne auf TK-Gemüse und Dosen-Gemüse zurück.

Tipp 6: Lebensmittel einfrieren, wenn man sie nicht verwenden kann, oder von Anfang an Tiefkühl-Gemüse kaufen. 


Und jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsmythos: Mindesthaltbarkeitsdatum! Ich betone: MINDEST! Das heißt, dass auch nach Ablauf das Datum die Lebensmittel gut sein können. Ob etwas schlecht ist oder nicht, erfährt man mit einem Blick auf das Produkt (Schimmelt es? Riecht es seltsam?) und nicht auf das MHD!
Ach ja, wer sparen will, sollte Lebensmittel kaufen, die kurz vor dem Ablaufdatum sind. In den meistens Fällen sind sie immer noch in einem Topzustand und kosten weniger!

Tipp 7: Verlasse dich nicht auf das MHD!

Worauf ich verzichte, seit ich alleine Leben, sind die Milchersatzprodutke. Da ich Milch nur mit Tee trinke, ist ein Liter Milch viel zu viel. Die Hälfte wurde weggekippt, weil ich es nicht schneller verbrauchen konnte. Wenn ich Lust auf Milch habe, kaufe ich mir also entweder kleine Packungen (wobei die mir doch oft zu teuer sind) oder mache Haselnussmilch selbst.

Tipp 8: Kaufe keine großen Packungen! 


Das waren jetzt meine Tipps, um die Lebensmittelverschwendung zu verhindern. Habt ihr noch mehr Sachen, auf die man achten sollte? Wenn ja, berichte uns davon!



Kommentare:

  1. Lebensmittelverschwendung finde ich ganz schlimm. Immer wenn ich etwas entsorgen muss, geht es mir total schlecht.

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  2. Wirklich ein klasse Post... Ich kenn das, als ich von meinen Eltern wegzog, war ich es gewöhnt, für acht Leute zu kochen... Dann war ich auf einmal alleine und die Portionen, obwohl schon stark reduziert, waren viel zu viel... Deine Tipps sind super, das meiste hatte ich auch damals umgesetzt.

    Shlomeee
    assyrian shimsho

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  3. Gute Tipps! Ich werde in einem halben Jahr wohl selber ausziehen und habe bisher auch immer wenn, dann für die ganze Familie gekocht. Muss mich langsam mal darin üben, kleinere Portionen zu kochen :)

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  4. Ich finde das Thema "Nachhaltigkeit" sollte allgemein mehr an die Oberfläche geholt werden. Nicht nur hinsichtlich dem Lebensmitteleinkauf, auch alles was damit zusammenhängt: mal ehrlich, wie oft habe ich mich darüber geärgert, dass ich eine neue Plastiktüte an der Kasse kaufen musste, obwohl ich zu Hause einen ganzen großen Karton damit zustehen habe?.

    Ich würde sagen, ich bin nicht bis ins kleinste Detail nachhaltig, ich verwende zB keine Haarwaschseifen um Plastikmüll zu sparen und auch Hygieneartikel ersetze ich nicht durch andere Dinge. Warum? Das ist eine gute Frage, wahrscheinlich weil ich mich (noch) nicht so sehr einschränken will und auch keine richtige Zeit habe, mich mit diesem Thema richtig lange auseinanderzusetzen. Deswegen finde ich solche Posts wie von dir, sehr sehr gut! Ich würde mir so etwas öfters wünschen und behalte deinen Blog im Auge, denn letztendlich werden somit viele Leute informiert und können ihr Wissen gebündelt aufnehmen und vielleicht den ein oder anderen Tipp dann im echten Leben anwenden. Alles Liebe, Nina

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    1. Ich habe es mir angewöhnt, immer eine Stofftasche zusätzlich in der Tasche zu haben :) Bin auch ganz froh drum, wenn ich spontan einkaufen gehe.
      Wenn ich sie mal doch vergessen habe und einen Plastiktüte brauche, verwende ich die zu Hause als Mülltüte. So ergeht es den ganzen Tüten, die ich beim Shoppen bekomme :)

      Dankeschön! Ich hoffe, dass wir dich in dieser Hinsicht zufrieden stellen können.
      Wichtig ist nur, dass man sich über kleine Dinge, die man macht, freut. Man kann ja nicht alles richtig machen. Wie du schon sagtest, es fehlt einem die Zeit sich zu informieren.
      Ich habe mir zum Beispiel vor einem halben Jahr feste Seife gekauft. Das ist immer nicht mal zur Hälfte aufgebracht. Ich hätte bestimmt bei flüssiger Seife drei mal nach kaufen müssen. Jetzt schone ich nicht nur die Umwelt, sondern auch meinen Geldbeutel :)

      Alex ♥

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  5. Da fehlt noch ein Punkt :)
    Wenn man mal doch für eine ganze Fußballmannschaft gekocht hat -> Freunde und/oder Familie einladen!

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  6. Klasse Beitrag! :)
    Einige der Tipps befolge ich auch. Ich kaufe aber dennoch große Packungen, weil die im kilo Preis einfach geringer sind, als kleine Packungen. Das mache ich aber auch nur bei Reis, Nudeln, Haferflocken und Co.
    Und da ich nicht immer Zeit zum kochen habe mache ich mein Hauptgericht in so große Portionen, dass ich es am nächsten Tag noch essen kann. Oder zum Beispiel, wenn ich heute Kartoffel koche und esse, dann koche ich gleich mehr, damit ich mir morgen Bratkartoffeln, o.ä. machen kann.
    Das ist zwar kein Tipp gegen die Lebensmittel-Verschwendung, aber ein Tipp (den eh jeder kennt) um Zeit zu sparen.

    liebe Grüße
    ~ Nira

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  7. Die geschilderten Dinge in Deinem Beitrag klingen so einfach und marginal und dennoch befolgen die meisten Punkte denke ich nur die Wenigsten.
    Dabei kann man sogar noch gleich eine weitere gute Tat mit einbringen: Auf die Qualität und die Erzeugung der Lebensmittel achten. Das ist letztlich gut für unsere Umwelt und die darin umherschwirrenden Lebewesen - wozu wir letztlich ja auch gehören ;)

    Liebe Grüße,
    Florian von Holistisch Leben

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  8. HI, netter Artikel, aber ich denke das kaufen von großen Packungen, das einkaufen im Monatseinkauf oder Wocheneinkauf, ist bei uns eigentlich kein Problem. Wer ein bisschen beim einkaufen nachdenkt der schafft es auch so gut wie nichts wegschmeißen zu müssen. Ganz ehrlich wenn ich jeden Tag einkaufen gehen würde wäre die Umweltbelastung durch Abgase sicherlich schlimmer als ein weggeworfener Joghurt in der Woche ;-)

    LG Frank
    von Playstation Choice

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    1. Hey :) Stimmt, an den Weg habe ich gar nicht gedacht. Ich habe seber das Glück, dass ich einen Supermarkt in 5 Minuten zu Fuß erreiche.
      Aber auch meine Eltern haben sich es angewöhnt, täglich einkaufen zu gehen, obwohl er bei ihnen etwas weiter weg ist. Natürlich nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad. Sonst würde das zu sehr der Umwelt und dem Geldbeutel schaden ;)

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  9. Einige gute Tipps sind dabei, vor allem einfach umzusetzen. Täglich eingekauft habe ich in der Großstadt auch, nun lebe ich wieder auf dem Land und kaufe gar nicht im Supermarkt ein, der ist zu weit weg, und im Lädle hier um die Ecke gibt es wenig Auswahl und es ist teuer. Stattdessen bekomme ich nun jede Woche eine Kiste vom Biohof in der Region - ob nun wer zu mir fährt oder ich mich zum Lade fahren lasse macht keinen großen Unterschied. Salate habe ich aus meiner Box streichen lassen, hab ich nicht immer Lust drauf und sehen auch schnell nicht mehr so toll aus. Alles andere wird nach Haltbarkeit verbraucht, was schnell schlecht wird verkoche ich zuerst, klappt gut, ich muss nichts wegwerfen. Bei der Packungsgröße kommt es auf das Produkt an: Zucker oder Salz halten ja ewig, da darfs auch gleich die größere Packung sein.

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    1. Und noch ein Nachtrag: Wenn man doch mal zu viel gekauft hat, findet man bei Facebook für viele Städte Foodsharing-Gruppen, ich habe selbst eine für meine Stadt gegründet.

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