'Es ist meine Entscheidung, hör endlich auf zu missionieren!'

Ich habe lang eüberlegt, was für ein Bild ich nehmen soll. Aber zum Thema ist mir nichts eingefallen. Und wenn doch, war es dann ziemlich fies. Also dürft ihr meine alte Katze, die Zoe, bewundern. Ist sie nicht süß?



Diese Aussage bekam ich zu lesen, als in einer vegetarischen Gruppe gefragt worden ist, wieso man sich vegetarisch ernährt. Die Frage kam von einer Veganerin. Wenn das ein Otto Normalverbrauchen gewesen wäre, wäre das okay gewesen. Aber nein, eben weil es ein Veganer war, musste es sich hierbei um Missionierung handeln. Es konnte einfach keine normale Neugierde sein! Nein, niemals. Der Veganer wollte mit dieser Frage seine eigene Lebensweise aufdrücken!
Deshalb gab es erst mal ein paar Stadtarztsätze wie 'Diese Gruppe ist nur für vegetarische Rezepte gedacht'. Ich muss erwähnen, dass in dieser Gruppe nicht nur vegetarische Rezepte gepostet werden. Nein, haltet euch fest, da werden auch Fragen gestellt und Unterhaltungen geführt! Aber als Veganer darf man das dort offensichtlich nicht machen. Das hätten sie bei den Regeln erwähnen sollen. So gäbe es gar keine Probleme.
So, und weiter im Text: 'Mit der veganen Ernährung beutest du Kinder aus! Ist das besser?!' Auf meine Nachfrage erfuhr ich, dass bei der Sojaerzeugnis Kinder ausgebeutet werden. Für mich nichts neues, was die Problematik nicht besser macht. Ebenso wusste ich aber, dass 98% der Sojaernte an Nutztiere verfüttert wird. Wer also mehr an der Ausbeutung von diesen Kindern beteiligt ist, ist eindeutig.
Nach dieser Aufklärung wurde ich von der Person geblockt. Das passiert oft, wenn man kein Argumente hat. Und das war ein erwachsener Mann, der sogar Kinder hatte! Nein, ich kenne ihn nicht aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine Kinder gut erziehen kann, wenn er falsche Anschuldigungen macht und seinen Fehler nicht einsehen will. Aber hey, es ist sein Kind. Nicht meins. Wenn er sein Kind so erziehen will, bitte.

Wenn man von dem, was man macht, überzeugt ist, steht man dazu! Dann kann man eine simple Frage beantworten ohne sich angegriffen zu fühlen. Wenn man es nicht schafft, sollte man sich Gedanken darüber machen.
Und wenn man keine Lust auf 'ne Diskussion in FB hat, sollte man schlicht und einfach nicht kommentieren. Aber so kann man ja niemanden zeigen, dass man voller Selbstzweifel ist und dass man mit einer Doppelmoral lebt. Und wenn man nicht kommentiert, dann man den anderen den Mund ja auch nicht verbieten. Ich meine, wir sind in Deutschland. Hier darf man seine Meinung zu einem Thema eben nicht äußern. Vor allem nicht auf FB!

Eine Frage ist keine Missionierung. Wenn ich eine Freundin beim Shoppen frage, ob sie die eine Tasche kaufen will, will ich sie nicht missionieren sondern ihre Antwort auf die Frage hören. Und genauso ist es bei der Frage 'Wieso ernährst du dich vegan/vegetarisch/omnivor?'
Klar, kann daraus eine Diskussion entstehen, in denen Fakten (in FB meisten aber nur Unterstellungen und Beleidigungen) ausgetauscht werden, entstehen. Aber was ist so schlimm daran, seine grauen Zellen zu benutzen und sein Wissen zu erweitert? Ist es out, sich über die Auswirkungen der eigenen Handlung Gedanken zu machen? Ist es falsch, andere aufzuklären? Sollte man lieber die Klappe halten, wenn man weiß, dass etwas schlechtes passiert? Wenn ich mir solche Diskussionen anschaue: Ja.
Alles wird dafür getan, dass die eigene Realität (egal, wie weit sie von der Wahrheit entfernt ist) aufrecht erhalten wird.
Und ja, das sage ich als jemand, der sich vegetarisch ernährt. Ich bin (noch) kein Veganer. Und wenn mich einer Fragen würde, wieso ich mich vegetarisch ernähre und nicht vegan, würde ich einfach antworten, dass ich lieber etwas vegetarisch zu essen habe als zu hungern. Es ist nicht so einfach unterwegs - außer man lebt in Großstädten - etwas veganes zu essen zu bekommen. Es wird dann unmöglich, wenn es 4 morgens ist und man sich unter keinen Umständen bei McDoof etwas zu essen holen möchte. Und ich bin verdammt stolz auf die Fortschritte, die ich in den letzten Jahren gemacht habe.
So, das ging ganz ohne dem Gefühl, dass ich gezwungen werde, mich vegan zu ernähren. Aber für manche ist es offensichtlich zu schwer.

Klar, bei so manch einer Begründung sind Fragen einfach vorprogrammiert. Das ist dann der Fall, wenn jemand, der Fleisch ist, mit 'Ich esse Fleisch, weil es gut schmeckt'. Würde ich die Person nicht mögen, würde ich das so stehen lassen. Wenn mir aber etwas an der Person liegt, würde ich sie über Antibiotika im Essen aufklären. Der Geschmack ist die Gesundheit nun mal nicht wert! Außerdem kann man aus Soja sehr lecker Fleisch herstellen. (Ich werde euch in Kürze ein Rezept vorstellen, das jedem schmecken wird!)
Ist diese Aufklärung schlecht? Was meint ihr?

So, und zum Schluss möchte ich an einem Beispiel zeigen, wieso Informationen nicht schlecht sind. Es ist vielleicht nicht zu 100% übertragbar aber ich hoffe, dass ihr da ein Auge zudrückt. 100% Beispiele gibt es in meinen Augen sowieso nicht.
Ich habe keine Ahnung von Technik. Wenn ich dann einem Bekannten erzählen würde, dass ich mir ein neues Handy kaufen will und er wüsste, dass das Handy schlecht und das Geld nicht wert ist, würde ich doch wollen, dass er mir das sagt. Und wenn er mir das dann tatsächlich sagt, weil er sich mit Technik eben gut auskennt, würde ich mich auch nicht unterdrückt fühlen. Ich wäre dankbar dafür, dass er mich aufgeklärt hat.
Also frage ich noch mal: Ist es schlimm, eine Person über etwas zu informieren?


Wieso denkt ihr, dass sich manche Menschen bei diesem Thema so schnell angegriffen fühlen? Ich kann mir das nur so erklären, dass sie nicht hinter dem, was sie machen, stehen. Habt ihr andere Ideen?


Kommentare:

  1. Ich denke, dass die vegane Ernährungsweise bzw. die Personen, die diese betreiben, von vorne herein gerne zusammen mit den Personen, die sich bereits besonders agressiv missionierend hervorgetan haben, in eine Schublade gesteckt werden.
    "Man" verallgemeinert dann gerne und wertet jede Frage als Kritik, jede Aussage als Missionierungsversuch, etc.

    Leider ist es nun mal so, dass die schlechten Beispiele einer "Art" einem immer sehr sehr gut in Erinnerung bleiben, so dass andere und vielleicht bessere Verhaltensformen gar nicht mehr als solche erkannt werden.

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    1. Wenn das tatsächlich der Fall ist, finde ich das traurig. Das ist genauso wie 'Hey, ich hab mal nen Russen kennen gelernt. Der war Alkoholiker. Ergo: Alle Russen sind Alkoholiker'.
      Okay, vielleicht war das kein passendes Beispiel, weil man sich seine Nationailität nicht aussucht. Aber auch hier geht es um Schubladen denken, die niemanden helfen.

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    2. Aber genau so läuft es doch meistens. Gerade die Vorurteile gegenüber Ausländern sind ein prima Beispiel dafür. Das ist ein simpler Abwehrmechanismus.

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    3. Abwehr gegen was? Gegen die Realität? Und dann regt sich diese Person über die Vorurteile auf, die es über sein Volk gibt? Weil jeder Mensch anders ist? Hach ja, es lebe die Doppelmoral!

      Übrigens ist laut m. Scott Peck die Entfernung zwischen der Realität und dem eigenem Weltbild einer der Gründe für viele psychische Störung. Das Aufrechterhalten dieses Bildes erfordert mehr Kraft als die Überarbeitung. Und an diesem Festhalten gehen dann die meisten zugrunde. Damit tut sich also keienr einen gefallen. (Ich will ja keine Schleichwerbung machen...aber sein Buch ist empfehlenswert! :D)

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    4. Abwehr gegen das Denken. Oft sind dumme Leute (was das Gewissen betrifft) besser dran. Ich glaub ich wäre auch viel glücklicher, wenn ich den ganzen Tag mit der Gewissheit herumstolzieren könnte, immer recht zu haben. Bzw. der Meinung zu sein.

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  2. ich glaube das ist einfach dieser gedanke an den willen jemandem diese einstellung aufzudrängen und das unverständnis wie man nicht so denken kann wie man selber. und genau dieser gedanke der gegenüberliegenden person führt dazu, dass sie sich direkt angegriffen fühlt.
    ich hatte gestern eine ziemlich lange diskussion mit meinem freund darüber, weil ich selber vegetarierin bin und er fleisch isst und er bewundert es sehr an mir, dass ich ihm das nicht so aufdrängen möchte. das war schon immer ein sehr umstrittenes thema...

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  3. Ich denke dass da die wirklichen Missionierer ganze Arbeit für ein ordentliches Klischee geleistet haben. Ich komme mit meinem Umfeld sehe gut zurecht, auch wenn viele von Ihnen Fleisch essen, aber ich missioniere nicht. ich sage, wenn jemand fragt: hier, so und so ist das und deswegen möchte ich das nicht und dann ist gut. VOn mir aus Rede bzw. Schreibe ich aber irgendwie aus anderen Gründen: Ich kann es zum Beispiel nicht leiden wenn ich irgendwo was poste im Sinme von: Stoppt die Tiermorde in Rumänien! -und dann sowas kommt wie: Ja, also Hunde sind dir heilig aber Kühe isst du!!
    Ich fühle mich dann ungerecht behandelt und schreibe dann auch, dass ich keine Tiere esse, nichtmal tierische Produkte ... und das ist der Punkt wo es anfängt: Das ist ja wieder typisch Veganer, will sich für alles einsetzen, außer für den Menschen. Es beginnt dann, dass einem Worte im Mund umgedreht werden oder noch schlimmer: in den Mund gelegt! Und ich bin ganz ehrlich und sage: Ich weiß nicht was ich machen soll, ganz egal wie, die Leute müssen selbst aufwachen und sie mögen es nicht wenn man an ihrer Doppelmoral rüttelt und ihnen, wenn auch von meiner Seite aus ungewollt, vor Augen führt dass ihre Lebensweise die schlechte ist und nicht meine.

    soviel dazu ;)

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    1. Du spricht mir aus der Seele!
      Besonders gern mag ich ja, wenn man jemand von mir Sachen verlangt, die er selbst gar nicht macht! Aber mir kann man das natürlich vorwerfen. Ich mache ja gar nichts für die Umwelt, die Tiere und Menschen! In solchen Momentan weiß ich nicht, ob ich heulen oder lachen soll...

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  4. Ja das kenne ich... mein Mann & ich waren bei Omnivoren zum grillen eingeladen und haben von uns aus schon gesagt, macht euch keinen Stress wegen uns, wir bringen unsere Sachen selber mit. Soweit ok. Bis unsere Vürstchen auf den Grill kamen - dann wurde mein Mann "beschimpft", so in der Art, was macht da so ein "Zeug" neben dem Fleisch, das geht ja gar nicht, wie kann man nur....!

    Ich habe gelesen, Omnivoren bzw. vielleicht auch Vegetarier fühlen sich von Veganern schon durch die pure Anwesenheit beim Essen angegriffen, da sie denken, sie würden gegen Veganer "schlecht" da stehen und müssen sich verteidigen.
    Ja, kann ich bestätigen. Der besagte "Grillkumpel" erwähnt jedes Mal, wenn wir zusammen weg gehen, dass er sein Fleisch braucht (und das mehrmals, obwohl wir wirklich NICHTS dagegen sagen oder ihn komisch anschauen, weil er neben uns sein Fleisch isst).

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    1. Er musste sich wohl von dem überzeugen, was er sagt. Dabei könnte er das so viel leichter haben, wenn er sich nen kleinen Arschtritt selber verpassen würde :3

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  5. Finde es gut wenn man sich für seine Gesundheit dazu entscheidet sich so zu ernähren, wenn es einem dann besser geht. Aber vor ein paar Jahren habe ich erfahren dass durch Sojabohnen der Regenwald stark abgeholzt wird. Seitdem stehe ich Soja eher kritisch gegenüber.
    Wir sind aus unserer Gegend gewohnt das der Waldboden hier zu Lande eine Dicke fruchtbare Erde enthält, die durch das Laub im Herbst und die Jahreszeiten auch wieterhin fruchtbar bleibt.
    Im Regenwald sieht das Ganze etwas anders aus, dort gibt es ja nur Regenzeit und nun ja "Sommer", folglich ist die Periode wo sich fruchtbare Erde bilden kann sehr kurz.
    Die Pflnzen und Bäume düngen sich sozusagen mit ihren eigenen Früchten/Laub die auf die Erde fallen. Aber brauchen dadurch, dass immer Sommer ist viel mehr Nährstoffe als Wälder bei uns. Holzt man nun die Fläche ab wo die Bäume standen für Soja, fehlt diese Art Selbstdüngung. Weil die Sojabohnen ja nach der Ernte nicht auf den Boden fallen, sondern in den Verkauf gehen... Nach kurzer Zeit ist diese Fläche Land nichtmehr nutzbar und Ödland. Wenn dann die Regenzeit kommt, wird der Boden nicht mehr durch Wurzeln gehalten und es kommt zur Erosion, womit das ganze Feld unbrauchbar wird... Aber da die Nachfrage nach Soja steigt, wird auch der Regenwald weiter abholzt. Natürlich nicht nur deswegen :), aber dennoch finde ich es nicht sehr umweltfreundlich.
    Aber um ehrlich zu sein was hat heutzutage keine Nachteile, die Umweltschädlich sind? Fleisch essen ist schlecht wegen Medikamenten und wegen Vieh das Metan oder sonst was in die Atmosphäre abgibt. Will man sich als Vegetarier/Veganer ausgewogen ernähren greift man früher oder später zu Soja, das aber auch nicht viel besser ist für die Umwelt...

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    1. Die Soja-Problematik ist mir bekannt. Das ist einer der Gründe, wieso ich auf tierische Produkte verzichten will. Wie ich bereits im text erwähnt, werden 98% Soja-Erzeugnisse an die Nutztiere verfüttert! Und das muss in meinen Augen nicht sein.
      Deshalb ist eine Ernährung, die zum größten Teil oder sogar komplett vegan ist, in meinen Augen am umweltfreundlichsten. Vorausgesetzt, man greift öfters auf die Produkte aus der eigen Region zurück. Es bringt nichts die Produkte, die 464634618565 km zu uns fahren müssen, tägölich gegessen werden. Das schadet auch der Umwelt.

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    2. Früher habe ich auch gedacht, Soja = Regenwaldvernichtung, aber das "Problem" mit Soja besteht, wenn man konventionelle Sojaprodukte kauft. Bio-Produkte sind aus Österreich und auch vermehrt aus Deutschland, da wird kein Regenwald dafür geopfert.

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  6. Leider ist meine Ernährung ganz und gar nicht vegan.. Schöner Blog xx

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  7. Ich sehe das wie M.Lange,

    das sind schlicht und ergreifend Vorurteile, die dadurch zustande kommen, dass unter 10 Veganern einer dabei ist, der auf andere Lebensweisen äußerst aggressiv reagiert.
    Von den übrigen 9 hast du dann 2 weitere, die zwar akzeptieren, dass es Menschen gibt, die bewusst anders Leben wollen, aber trotzdem alle Hebel in Bewegung setzen, sie zu "missionieren". Sei es dadurch, dass man jeden Beitrag der PETA teilt, andere mit Mails bombardiert, in denen sie Petition XY unterzeichnen sollen, oder in etwas hitzigen Diskussionen nicht herumkommen andere für ihre Einstellung massiv zu kritisieren.

    Vegan bzw. vegetarisch zu Leben ist für mich in erster Linie eine Lebenseinstellung. Keine Moraleinstellung. Was nicht heißt, dass man aus moralischen Gründen auf vegane/vegetarische Produkte zurückgreift. Aber wer jetzt einfach auf tierische Produkte verzichtet und einfach irgendwas Veganes kauft, ohne sich vorher darüber zu informieren, wie das Produkt zustande gekommen ist, wird wohl oder übel irgendwann seiner eigenen moralischen Argumentation zum Opfer fallen. Das trifft leider auf viele Veganer zu, die ich kenne. Deswegen sehe ich auch irgendwo nicht ein, dass vor mir Wasser gepredigt aber Wein getrunken wird.

    Ich unterscheide trotzdem, ob mir jemand lediglich Informationen zukommen lassen will oder mir eine Predigt halten möchte. Denn es gibt auch viele Veganer, die nicht missionarisch unterwegs sind. Leider oder vielleicht auch gerade deswegen, ist Veganismus für sie kein Thema. Sie antworten darauf, wenn sie gefragt werden, liefern ein paar Hintergrundinfos und das wars.

    Ein weiteres Problem ist, dass das Thema bzw. die Diskussion über Konsumkritik mittlerweile komplett in der Gesellschaft angekommen ist. Da wird sich über Hungerlöhne bei Amazon beschwert. Über die Herstellung von iPhones. Die Wahl der Nahrung... Man kann kaum irgendetwas kaufen, ohne dass man zu irgendeinem Unrecht beiträgt.

    Ich gehe shoppen und kaufe mir ein Hemd bei C&A. Es klärt mich jemand auf, dass das schlecht ist.
    Anschließend kaufe ich Schuhe bei Deichmann. Es kommt wieder jemand und klärt mich auf.
    Ich bekomme Hunger, kaufe mir einen BigMac bei McDonalds. Wieder steht jemand da und prangert an.
    Das Programm hast du dann den ganzen Tag.
    Dass sich aber trotzdem nichts ändert und die Leute wie dein Kontakt in FB darauf aggressiv reagiert, ist eigentlich ein Hinweis darauf, dass die Leute aufgrund des ständigen schlechten Gewissens oder des versuchten Einredens des schlechten Gewissens schon total genervt sind.

    Außerdem gibt es ja auch noch eine gewisse Gleichung, die vielen Fleischessern bewusst ist:
    Wenn man selbst auf Tierprodukte verzichtet, um Tiere zu schützen, schützt im Umkehrschluss jemand, der Tierprodukte nutzt, diese Tiere nicht. Schützt der Veganer diese Tiere, weil er es für unmoralisch hält sie zu essen und deswegen die vegane Ernährung die einzig richtige für ihn ist, verurteilt er damit indirekt jeden Fleischesser. Weil Fleischessen = Unmoralisch.

    Wieso also groß mit Fleischessern über ihre Ernährung diskutieren, wenn man weder vorhat sie als Prellbock zu benutzen oder sie zu missionieren? Und um diesen Gedanken fortzuführen, denken viele Fleischesser, dass sie in so einer Situation nur 2 Möglichkeiten haben:

    "Ja, ich gebe zu, ich bin ein Arschloch, weil mir Tiere scheißegal sind" oder
    "Oh mein Gott, du hast mir die Augen geöffnet. Ich werde nie wieder Tierprodukte nutzen"

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    1. Ich fange solche Diskussion grundsätzlich an aber wenn jemand das macht und ich die Möglichkeit und die Lust habe mitzureden, mache ich das nicht. Nicht, um zu überzeugen, sondern um einfach ein paar Fakten reinzubringen. Ohne Fakten ist eine Diskussion in meinen Augen nicht möglich. Ich muss ehrlich zu geben, dass sich im echten Leben auch niemand beschwert hat.
      Das, was ich am Anfang erlebe, wenn ich sage, dass ich dies und jenes nicht esse, ist, dass man über den lieben netten Bauern neben an spricht, bei dem die Tiere besser gehalten werden. Tja, leider kaufen da die wenigstens^^ Aber eskaliert ist die Situation nie. Ich hab wohl echt Glück gehabt, dass ich keine Menschen getroffen habe, die nach Streit suchen.
      Wobei mir jetzt gerade eine Unterhaltung mit einem Kumpel einfällt, in der ich ihn gerne geschlagen hätte, weil er so einen schwachsinn behauptet hat a la 'ja was passiert mit den ganzen Tieren, wenn wir aufhören Fleisch zu essen?! Sie werden sich vermehren und die ganze Welt besetzen! Dann gibts ja gar keinen Platz für uns'
      Da haben wir dann aber schnell das Thema gewechselt, weil wir nen schönen Abend haben wollten.

      Zu der Sache mit der Moral kann ich nur sagen, dass man das als Argument nicht ansehen soll bzw. es ganz leicht entkräften kann. es gibt weder DIE Moral noch DIE Ethik. Wenn man wir vorwerfen würde, dass ich unmoralisch handeln würde, würde ich erwidert, dass das Handeln sich mit meiner Moral vereinbaren lässt. Und dass das nicht jedem passt, kann mir ja egal sein. Nur, weil jemand mich anders haben will, verändere ich mich nicht ;)
      Natürlich gibt es menschen, die ne Doppelmoral haben. Das ist eben nicht konsequent gedacht und naja, schade eigentlich. Wenn man konsequent wäre, würde man gar nicht so schnell auf der moralischen Ebene in die Rechtefertigungsnot (wodurch auch immer) geraten.

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    2. grundsätzlich NICHT an :D da vergisst man ein wort und schon stimmt der rest nicht mehr :D

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    3. Es hat natürlich jeder sein eigenes Moralempfinden. Aber wenn du jemanden fragst, ob er es moralisch findet, dass andere Lebewesen gequält und getötet werden, wird er das wohl selten bejahen.

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  8. Mir geht das auch als Nicht-Vegetarier sehr auf den Keks. Habe allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass Vegetarier ein größeres Thema draus machen als Nicht-Vegetarier. Das Gleiche gilt zB auch für Leute, die keinen Alkohol trinken... ;)


    http://www.realitaetsbewusst.de ♥

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  9. Dein Artikel hört sich für mich ein bischen so an, als wenn mit der Frage ein Nerv getroffen wurde.
    Das die Reaktion so ausgefallen ist weil einige Menschen schon vorher "Missionierungsarbeit" geleistet haben.
    Ich würde mir das nicht zu Herzen nehmen und einfach (gedanklich) die Achseln zucken.

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  10. Offtopic: SUPERSÜßE MIETZEKATZE! <3 <3

    Liebst,
    Melissa von http://indiaedithloves.blogspot.de/

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