Eine neue Veganerin stellt sich vor

Moin Moin Leser der Lieblingsküche! Ich bin Nira von Nirasavetheworld und werde euch heute etwas zu meiner Ernährungsumstellung erzählen. Auch ich bin nun auf den Zug names "vegan" gesprungen, im Moment bin ich erst eingestiegen und suche noch meinen Sitzplatz, aber die Fahrt beginnt schon. So kann man meinen heutigen Standpunkt am besten beschreiben. In diesem Post werde ich allerdings nicht so sehr auf meine Geschichte eingehen, sondern eher auf meine Ernährung an und für sich.




Ein paar Hintergrundinformationen zu meiner Person
Ich bin 21 Jahre alt, lebe immer noch zu Hause, mit 3 bis 8 weiteren Personen, koche meistens für 1-4 Personen und bin nun schon seit ungefähr einem Monat vegan. Davor war ich seit September 2011 Flexitarier. (Was das bedeutet wisst ihr ja)



So esse und koche ich
Ich koche selten nach Rezept. Wenn ich nach Rezept koche, dann änder ich mindestens ein drittel davon ab. Die meisten Rezeptideen habe ich von dem Blog Vegan Guerilla. Davon habe ich schon einiges nachgekocht. Ich esse öfter Reis, Nudeln und Kartoffeln. Bei den Nudeln bin ich aber dabei von den Weizenprodukten wegzukommen, da meine Mutter Zöliakie hat und der Arzt meinte, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass wir das auch bekommen könnten. Außerdem habe ich immer wieder Lust auf was neues und Weißmehlprodukte gehören nicht dazu. An Gemüse und Obst esse ich am liebsten Zucchini, Mais, Tomaten, Nüsse aller Art und Bohnen. Wir haben auch immer eine Dose schwarze Bohnen, Dosenmais und passierte Tomaten zuhause, sodass ich mir immer etwas damit zaubern kann.
Seit dem ich mich für die vegetarische und vegane Küche interessiere koche ich auch viel lieber, als vorher und bin immer am experimentieren. Meistens schaue ich was wir da haben überlege mir, wie ich das vereinen könnte, kaufe dann noch 1, 2 Produkte dazu und schon habe ich mein Mittagessen (und meistens Abendessen) zusammen. Wenn ich Gemüse kaufe achte ich auch darauf, dass sie zur Zeit in der Saison liegen und versuche sie nach Möglichkeit auf dem Markt zu bekommen. Einen Bio-Laden haben wir hier leider nicht und den Bio Aufklebern vom Supermarkt vertraue ich nicht.



Ersatzprodukte, die ich verwende


Milchersatz
Anstelle von Milch nehme ich am liebsten Kokosnussmilch. Sowohl zum Kochen, als auch in mein Müsli. Ich mag zwar auch Soja Milch und Reis Milch, bin davon aber nicht so sehr begeistert. Dafür habe ich Haselnussmilch umso lieber. Die könnt ihr auch ganz einfach selber machen:

100g Haselnüsse + 1l Wasser

Zubereitung: Die Haselnüsse 8 Stunden lang einweichen lassen und danach so lange mixen, bis eine feine Masse entsteht. Wenn ihr mögt könnt ihr es dann noch etwas süßen.



Fleischersatz
Anstelle von Fleisch nehme ich entweder nichts und erhöhe dafür die Menge an Gemüse, oder ich nehme Tofu oder auch Sojaflocken. (Am liebsten dabei ist mir Räuchertofu.) Verlangen nach Fleisch hatte ich seit dem ich vegan bin noch nie gehabt und ich habe auch noch kein soja schnitzel oder steak ausprobiert. Solange ich danach kein Verlangen habe muss ich es auch nicht.



Käse
Einen Käse Ersatz habe ich bisher noch nicht ausprobiert, da ich noch nie gerne Käse gegessen habe. Ich vermisse es allerdings etwas auf Pizza und Aufläufen.



Ei
Meine Zwillingsschwester hatte mal vegane Muffins gebacken und hatte dafür anstelle von Ei Bananen genommen. Man kann aber auch Apfelessig nehmen.



Was ich in meiner Ernährung noch ändern möchte


Ich möchte mich noch ausgewogener ernähren. Ich koche circa alle zwei Tage, weil ich meistens zu viel koche. Und esse morgens meistens das gleiche. Da meine Oma veganen Gelierzucker nutzt kann ich also jeden Tag Marmelade essen! Dort ist dann nur der Gelierzucker und Kirschen oder Beeren aus eigenem Anbau enthalten. Also so, wie eine Marmelade sein sollte. Ich esse auch sehr gerne Erdnussbutter, und Guacamole. Ja, ich esse es auch zum Frühstück. Und ich esse manchmal porridge zum Frühstück. Ein bisschen Abwechslung ist ja da, allerdings ist es nicht besonders viel und dies versuche ich zu ändern.

Außerdem versuche ich strenger darauf zu achten, dass ich regionale und saisonale Produkte zu verwenden.



Lebensmittel mit dem ich öfter kochen möchte, oder mal austesten möchte

● Kürbis

● Süßkartoffeln (noch nie gegessen)

● Tempeh (habe ich auch noch nie gegessen)

● Rote Beete

● Spargel

● Kichererbsen und Linsen



Was ich mir wünsche

Ich wünsche mir, dass wir in Braunschweig (die Stadt ist nicht besonders weit weg von uns) einen großen Supermarkt bekommen, in dem alles vegan ist. Dann braucht man einfach nicht immer ewig danach suchen. Aber nein, anstatt dessen bekommt die Stadt im Herbst einen Primark. Wirklich schade!
Und ich wünsche mir, dass die Restaurants in dem kleinen Städtchen, wo ich wohne, auch veganes Essen anbieten. Ich finde es nämlich sehr schade, dass mein Freund und ich noch nicht mal sagen können, "So jetzt gehen wir eben mal hier essen." Es sei denn, man möchte Salat essen. Ich habe ja wirklich nichts gegen Salat, aber es ist etwas eintönig. Außerdem stört es mich auch sehr, dass ich dann erstmal seltsam angesehen werde und sofort abgestempelt werde, wenn ich nachfrage, ob das Produkt auf der Karte vegan ist und die Bedienung es erstmal beim Koch nachfragen muss. Vielleicht ziehe ich aber auch nur schlecht gelaunte und inkompetente Kellner magisch an. Das kann ja auch daran liegen.



Wie waren eure veganen Anfänge? Habt ihr noch Tiipps für mich? Dann könnt ihr sie mir gerne hier in den Kommentaren schreiben, oder mir auf meinen Blog schreiben

Kommentare:

  1. interessanter post, aber ich kann mir immernoch nicht vorstellen ganz ohne fleisch zu leben! ;)

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  2. Toller Beitrag.
    Ich finde es interessant von deiner Umstellung zu hören.
    Ich selbst bin seit Kleinkind Vegetarier aber vegan könnte ich nie leben.
    lg Katharina

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  3. Ich finde es eigentlich auch richtig gut wenn man Fleisch reduziert. Würden das alle Leute so sehen wie du dann gäbe es nicht mehr so viel Massenzucht. Aber vegan könnte ich nie leben, ich denke mir dabei immer dass die Kühe doch sowieso gemolken werden müssen sonst platzen sie irgendwann :D

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  4. Das mit der Haselnuss-Milch finde ich eine super Idee! Noch nie von gehört...okay ich persönlich bin leicht allergisch gegen Nüsse aber ich werds trotzdem mal ausprobieren <3

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  5. Ich halte von diesem neumodischen Veganismus nicht allzu viel, weil die meisten ihn nur aus Trendgründen mitmachen und sich mit chemischen sojahaferdinkel-schnitzeln vollpumpen... Für mich zu unnatürlich.
    Beste Grüße,
    Marie

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    1. Ich bin mir nicht sicher, ob Tiere mittlerweile Antibiotika, Dioxin und andere Schadstoffe von natur aus selbst herstellen können.

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    2. Ach, diese ganze Stoffe sind gesund, Phin ;) Deshalb sollte man auch Hühnchensuppe essen, wenn man krank ist :D (Kennst du das Video dazu? Es ist einfach nur herrlich =D)

      Und ich glaube kaum, dass das einer macht, nur weil das 'in' ist. Vegane Ernährung ist nichts, was man sich in DM kaufen und in Reviews vorstellen kann.

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    3. Ich nicht. Definitiv nicht.
      Ich denke aber, dass einige aus Trendgründen zum Veganismus kommen. aber aus diesem Grund auf so viele Dinge zu verzichten, tun die wenigstens, weil es ein trend ist.

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  6. Ich hab ohnehin nie verstanden, wieso gerade Restaurants nicht auch ein paar vegane Gerichte anbieten. Gerade weil das Angebot so selten ist, kann man sich dadurch gut von anderen Restaurants absetzen.

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    1. Eigentlich sollte man im Kapitalismus erwarten, dass sich die Geschäftsmänner auf jede neue Geldquelle stürzen Oo Aber nein :'D

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    2. Naja die Nachfrage ist zwar da, aber es ist entweder so, dass einfach zu wenig Nachfrage da ist, das könnte ich mir bei der Kleinstadt sehr gut vorstellen, oder, dass die Chefs es meist nicht besser wissen und lieber nach folgendem Spruch handeln: "Was der Bauer nicht kennt, dass isst er nicht."

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  7. Vergan wäre nichts für mich, aber jedem das seine.

    Ich brauche einfach mein Steak, einen Kakao am morgen oder ähnliches.
    http://jnn-aia.blogspot.de/

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  8. Das mit der Haselnussmilch hab ich auch schon gelesen. Den Rest in Sachen vegan backen kenn ich mittlerweile auch muss nur mal alles was ich gesammelt habe ausprobieren. Am schwierigstens war es rauszukriegen welcher Zucker vegan ist :/

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  9. Vielen Dank ihr lieben, dass ihr (bzw. du Alex) mich gefragt habt, ob ich einen Gastpost schreiben möchte. Es hat mich sehr gefreut :)

    Zu dem Satz, den ich hier in den Kommentaren schon sehr oft gelesen habe:
    "ich könnte nicht vegan sein/leben/essen":
    Das habe ich 2 Wochen davor auch gedacht. Vor allem, weil ich es mal eine Woche lang ausgetestet hatte und damit überhaupt nicht klar kam. Seltsamerweise ist aber wesentlich leichter, als ich anfangs glaubte. (Außer, dass mit dem auswärts Essen)

    ~ Nira

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  10. Hallo Nira. :3
    Ich bin garnicht vegan, lese aber total gern die Geschichten von Neu-Veganern, denn der Umstieg ist ja alles andere als einfach. Ohne festen Willen brechen sicher sehr viele ab, ich wäre warscheinlich auch so... Nicht vom ernähren her, eher vom Kleiden, Makeup, das ganze Paket würde mich schnell überfordern. (Wenn man allein liest was in einer Handcreme alles drin ist was aufgrund von tierischen Stoffen hergestellt wurde, ohje ohje)

    Aber dennoch, viel Erfolg weiterhin! :)

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    1. Vielen Dank. Bei mir ist es eher so, dass alles nach und nach kommt. Es wäre sehr schwer, wenn ich gleich von Anfang an komplett vegan leben würde, ohne Ausnahmen und Kompromissen. Man lernt während der Zeit auch nach und nach diszipliniert zu sein. Dann kommt das verzichten auf nicht vegane Kosmatika und Kleidung schon fast von alleine ;)
      Ich bin im Moment noch dabei meine komplette Kosmetik, die ich so zuhause habe leer zu bekommen und kaufe mir nur noch vegane Produkte, die auch nicht an Tieren getestet worden sind.

      ~ Nira

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